Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
119
Einzelbild herunterladen
 

119

der Reisende den Abdruck eines weiblichen Halsesund Busens in jugendlichen, runden Umrissen wahr-nehmen Spuren der unglücklichen Julia. Bei nä-herer Prüfung scheint es, die Luft habe sich allmäligin einen Schwcfeldampf verwandelt: die Menschen,die sich in das Gewölbe gerettet, waren nach derThür gestürzt, hatten dieselbe aber durch die außengefallenen Schlacken versperrt gefunden und warenim Versuch, sie gewaltsam hinaus, zu stoßen, erstickt.

Im Garten fand man ein Skelett mit einemSchlüssel in der knöchernen Hand und neben ihmeinen Beutel mit Geld. In ihm glaubte man denHerrn des Hauses, den armen Diomcd, zu erkennen,der wahrscheinlich durch den Garten zu entkommengesucht hatte und entweder von den Dünsten odereinem herabgeschleudcrtcn Stein gctödtct worden war.Neben einigen silbernen Gefäffcn lag ein anderesGerippe, wahrscheinlich ein Sklave.

Die Häuser Sallusts und Pansa's, der Tempelder Isis mit den Trug-Nischen hinter den Statuen,den Nestern seiner heilig geglaubten Orakel, sindjetzt dem Blick der Neugierigen bloS gestellt. Ineinem Gemach dieses Tempels fand man ein riesigesSkelett mit einem Beil neben sich: zwei Wände wa-ren von dem Beil durchgehauen weiter vermochteder Unglückliche nicht zu dringen. Mitten in derStadt wurde ein anderes Geripp, beladen mit Geldund vielen mystischen Zieraten des Jfiötempels, ge-funden. Der Tod hatte sein Opfer mitten in seiner