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6 (1836)
Entstehung
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von dcr Seele, die in den Armen der Liebe schlum-mert. Und hält mich schon diese unsere Liebe gegendie fieberhafte Sehnsucht nach Freiheit einigermaßenaufrecht, so thut Dieß noch mehr meine Religion;denn so oft ich mein Schwert fassen, in die Trompetestoßen und zu einem neuen Marathon stürzen möchte,fühle ich Verzweiflung bei dem erkältenden Gedankenan die Unmacht meines Landes, an das zermalmendeGewicht des römischen Joches und finde endlich mei-nen Trost in dcr Vorstellung, daß diese Erde nur derAnfang des Lebens ist; daß der Glanz einigerJahre wenig sagen will in dcr ungeheuren Bahn dcrEwigkeit; daß es keine vollkommene Freiheit gibt,bis die Ketten des Staubes von der Seele fallenund der ganze Raum, die ganze Zeit ihr Erbe undihr Herrschgcbiet geworden sind. Gleichwohl, Sallnst,mischt fich noch etwas von dem milden griechischenBlut meinem Glauben bei. Ich kann dem Eifer Der-jenigen nicht bcipflichten, welche Frevel und ewigeVcrdammniß in den Menschen sehen, die anders den-ken als fic. Ich schaudere über die Religion Anders-gläubiger nicht. Ich wage fie nicht zu verfluchen:ich bete zu dem großen Vater, er möge fie bekeh-ren. Diese Lauheit setzt mich bei den Christen eini-ger Verdächtigung aus, die ich verzeihe, und da ichgegen die Vorurtheilc des großen Haufens nicht offenanstoße, sehe ich mich im Stand, meine Brüder vorder Strenge des Gesetzes und den Folgen ihres eige-nen Eifers zu schützen. Ist Mäßigung meiner Ansicht

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