64
„ Ja!"
^Du sahst die That?"
„Prätor, mit diesen meinen Augen . .
„Genug für setzt; das Nähere muß gelegenerZeit und Stelle aufbcwahrt bleiben. Arbaccs vonEgypten, Du hörst die Anklage wider Dich; -Du hast noch nicht gesprochen! — Was hast Du zuerwiedern? "
Das Antlitz der Menge haftete schon lange aufArbaccs, aber doch erst seit die Betroffenheit, die erbei der ersten Beschuldigung Sallust'S' und der Er-scheinung des Kalenus gezeigt, wieder gewichen war.— Bei dem Ruf, „werft Arbaccs dem Löwenvor!" hatte er allerdings gezittert und das dunkleBraun seiner Wange war blässer geworden, aberschnell batte er seine Würde und Selbstbeherrschungwieder gewonnen. Stolz erwicdertc er den Zorn-blick zahlloser Augen um ihn her, und als er nun-mehr auf die Frage des Prätors antwortete, geschahcs mit jenem cigcnthümlich ruhigen, befehlenden Ton,der seine Rede stets bezeichnet^
„Prätor, diese Anschuldigung ist so toll, daßflc kaum eine Widerlegung verdient. Mein ersterAnkläger ist der edle Sallust, — der vertrautesteFreund des Glaukusl Mein zweiter ein Priester: -ich verehre sein Kleid und seinen Beruf; — aber,Bürger Pompcji's, Ihr kennt einigermaßen den Ka-raktcr des Kalenus: — seine Habsucht und Geld-gier dienen zum Sprichwort; — das Zcugniß eines