Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
40
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aus, den Streitern znznschauen. Zunächst erregtedas Gefecht zwischen Niger und Sporns die allge-meine Theilnadme, denn diese Art von Kampf warwegen des tödtlichen Ansgangs, der ihn gewöhnlichbegleitete, und wegen der grosen Knust, die er vonSeiten beider Gegner foderte, stets besonders einla-dend für die Zuschauer.

Die Beiden standen in beträchtlicher Entfer-nung von einander. Das herabqelassenc Vifir andem eigenthnmlichen Helm des Sporns verbarg des-sen Gesicht; dagegen zog Nigers Miene durch ihrezusammengedrängte, wachsame Wildheit Aller Blikenicht ohne einen gewissen Schauder ans sich. Soblieben sie eine Weile, Jeder den Andern fest in'sAng fassend» stehen, bis Sporns langsam und mitgroser Vorsicht vorznschreiten anfing, die Spize sei-nes Schwertes, wie bei einem modernen Fechter, ge-rad ans die Brust des Feindes gerichtet. Niger zogsich zurnk, sein Nez mit der rechten Hand ausbrei-teud und die kleinen, glänzenden Augen unverwandtauf die Bewegungen des Schwcrtkämpfers geheftet.Jählings, als ihm Sporns beinah auf Armeslängenah gekommen, beugte sich der Retiartus vorwärtsund warf das Nez. Eine schnelle Wendung retteteden Gladiator von der tödtlichen Schlinge; er stieß«ne» gellenden Schrei der Freude und Wnth ansund stürzte auf Niger los; aber Dieser hatte dasNez bereits wieder eingezogen, über die Schulterngeworfen und floh jezt mit einer Schnelligkeit um