Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
22
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«Hern Verbrecher! Geh' hinunter und sieh zu, daßdie Sklaven sich in Ordnung stellen.«

Wieder allein schritt Arbaces in sein Studier-zimmer und von da i» den Portikus hinaus. Ersah die dichten Mcnschenniassen schnell nach demAmphitheater strömen, hörte das Rufen der Arbei-ter und das Knarren der Taue beim Ausspanne»des gewaltigen Sonnenzeltes, unter welchem dieEinwohner, von keinem unbehaglichen Stral belä-stigt, in schwelgerischem Behagen der Todesqual ihrerMitgeschöpse zuschaueu konte». Plözlich erhob sichein wildes, seltsames Getös und erstarb eben soschnell wieder: es war das Brüllen des Löwen.Eine Stille entstand unter der fernen Menge; aberauf die Stille folgte freudiges Lachen; manmachte sich lustig über die hungrige Ungeduld desköniglichen Thicres.

Bestien," murmelte Arbaces verächtlich,seidihr weniger Mörver, als ich? ich tödte nur zu mei-ner Vertbeidigung, ihr macht de» Mord zu einerKurzweil.«

Mit rastlosem, neugierigen Aug wandte er sich-egen den Vesuv. Reizend glänzten die grünenWeingärten um die Brust des Berges und ruhigwie die Ewigkeit senkte sich seine gewaltige Gestalt inden lautlosen Himmel.

Noch haben wir Zeit, wenn es auch auf einErdbeben umgeht," dachte Arbaces und verließ sei-nen Standpunkt. Er kam an dem Tisch vorüber,