Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
68
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5?

ans. Folgt eine bejahende Antwort, so wirst Du dasWasser sieden und wallen hören, che der Geist csanhaucht; wird die Frage aber verneint, so bleibtdas Wasser ganz still."

Aber Du wirst mir hoffentlich keinen Betrugmit dem Wasser spielen, he?"

Ich will den Becher zwischen Deine Füßesetzen so! jetzt wirst Du selbst einschcn, daß ichihn nicht berühren kann, ohne daß Du cS sogleichmerkst."

Gut, gut! Nun also, o Bacchus, stehe mir bei.Du weißt, daß ich Dich stets mehr geliebt Hab', alsalle andere Götter, und ich will Dir den silbernenBecher schenken, den ich voriges Jahr von dem dickenCarptor *) gestohlen habe, wenn Du mir bei diesemwaffcrlicbendcn Geist daü Wort redest. Und Du, oGeist, merke auf und höre: werde ich im nächste»Jahre im Stand scpn, meine Freiheit zu kaufen?Du weißt cs; denn da Du in der Luft lebst, sohaben Dich die Vögel ohne Zweifel mit jedem Ge-heimniß dieses Hauses bekannt gemacht; **) DuWeißt, daß ich seit drei Jahren Alles abgefiihrt undgcmauset habe, worauf ich ehrlicher, d. h. sicherer

*) Kellermeister.

**) Man glaubte, die Vögel wüßten alle Geheim-nisse. Derselbe Aberglaube herrscht im Morgen-land, und auch in unser» nordischen Sagenfindet man Beispiele dazu.