Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
138
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Komme in diesem Zwiespalt und Konflikt derangenbliklichen Interessen was da wolle, so stehtoder fallt der unbedentende Schriftsteller, der zu Euchsprach, mit dem bleibenden und fortschreitenden In-teresse des Volks, indem er Euch die Macht aller-dings nur in Verhältnis Eurer Bildung zugetheiltwissen will, aber blos weil er glaubt, jeder Macht-gewinn, sei's von Seilen des Fürsten oder des Volks,der über die Fähigkeit ihn festzuhalten und das Ver-ständnis; ihn zu leiten, hinausreicht, sei ein kurz-dauerndes und gefährliches Gut, das so schnell wie-der verloren geht als es gewonnen ward, das zuwilden Spekulationen verlokt und vielleicht mit demUntergang seines Bcsizzers endigt. Jede Unklugheitder Volksmacht ist ein Schritt zum Despotismus,wie jeder Exeeß der oligarchischen Gewalt eine An-bahnung zur demokratischen ist.

Lebt wohl, meine thenern Freunde. Wir tren-nen uns an dem Entscheidnngspunkt unberechenba-rer Ereignisse.

Von dieser sand'gen Klippenbank der ZeltSpringen wir ins klinfr'ge Leben."

Gern möcht' ich von der Beschäftigung mit der Po-litik der Gegenwart mich zu den lokkendern Speku-lationen über die Zukunft wenden; aber der Him-mel ist ungewiß und überzogen, und wie Ihr, meineFreunde, in einer wolkigen Nacht bemerken könt,daß die Erde keinen Than ausfängt, so kann in die-sen dämmerigen und nnerlcnchteten Zeiten der pro-