So spreche ich denn mit Bewunderung von SirRobert Peel's Beredsamkeit, nicht von seinem Geist,obwol er auch in Betreff des leztern die Fähigkeitder Redner im Allgemeiaen überbietet.
Körperliche Vortheile bilden einen Faktor desRednertal-nts; diesen besizt Sir Robert Peel: einehöchst musikalische Stimme — eine schlanke, stattlicheGestalt — ein« natürliche Leichtigkeit des Vortrags,der, wenn auch nicht ganz frei von einigen unange-nehmen Eigeuheiteu, doch ungewöhnlich gebietendund eindringlich ist. Sine Verbindung theatralischerKunstgriffe ist rin anderer Faktor jenes Talentes,und auch diesen hat sich Sir Robert Peel höchst ge-wandt angeeignet. Mit einer Bewegung der Hand,mit einer Verbeugung über die Tafel hin, mit einemAnsdrnk der Lippe, mit einer Offenheit der Mienekann er Kraft, Energie, Wiz, Adel — dem Nichtsgeben. Die Beredsamkeit ist eine Kunst — er ist einvollendeter Künstler. Auch in den höher» Geist-ssphä-ren muß man ihn jedoch als einen Mann von aus-gezeichneten Gaben gelten lassen. Mit einem weitenFeld schöner verbindet er einen großen Schaz prak-tischer Bildung; er ist gleich glüklich in einer Redeüber die umfassendste Allgemeinheit wie über diekleinste Einzelheit. Er besizt eben so sehr Li« Kent-niffe eines Gelehrten als eines Geschästmannes.Sein Geist ist nicht philosophisch, aber er rührt andie Oberfläche der Philosophie; er ist gerade so phi-losophisch als zu sein das Hans es einem wirksamen