dir Aristokratie genau eben so stark sein als vorher.Denn ihre Macht liegt nicht in den Gobelins ihresVersamlungsaales, oder in einem rothcn Wollsak,oder in Baud und Stern, in Goldstreifcn undTiteln: ihre Macht, meine Freunde, liegt in Euchselbst; ihre Macht ist der aristokratische Geist, derin Such Allen vorwaltet. Während Ihr nach volks-thümlichen Maßregeln schreit, nährt Ihr im eigenenHerzen rin« Ehrfurcht vor der Vorzüglichkeit derAristokraten; Ihr haltet die reichen Leute allein für„achtbar;" habt ein« hohe Verstellung von dem ge-sellschaftlichen Rang; haltet einen Manu für bessernicht weil er an Tugend und Geist, sondern weil eran Lebensgütern über seinen Rebenmeuschen steht.Der Ausgezeichnetste Eurer Repräsentanten pflegt sichzu rühmen, „er verdanke seine Stellung der Indu-strie seines Vaters im Wollespinuen." Ihr bewun-dert ihn, wenn er so spricht, — es sind nur wenigeWochen her, seit Ihr die Luft mit Beifallsruf er-schüttertet, weil Jener sich also rühmte; Ihr glaubtetein solches Rühmen sei demokratisch und zeuge vsuLiebe zur Wahrheit. Es war gerade das Gegen-theil: sehr aristokratisch (obgleich im gemeiuen Sinndes Aristskratismus) und sehr unwahrhaftig. Srverdanke seine Stellung dem Wollespinuen! Sehtdoch, wie ei» solches Prunkwort einen Geldstolz insich schließt, einen Aristokratismus der Sinnesart,der noch weit schädlicher ist als der Gcbnrtstvlz. Srverdanke seine Stellung dem Wollespinuen! Verdankt
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