Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
28
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einer öffentlichen Körperschaft verband sie die Aus-schlicsungssncht einer Privatkliqne. Glcichwol stimmeich mit ihren Ansichten, darin nicht überein, daß sieder Kunst auf positive Weise sehr nachtheilig gewe-sen; im Gegentheil glaube ich, sie habe der Kunst inmanchen Beziehungen unbewuster Weise Nuzzcu ge-bracht. Erstens hat sie, wenn auch das Genie nichtgefördert, doch in einem weiten Kreis eine achtbareMittelmäßigkeit verbreitet, d. h. den Maßstab desMittelmäßigen um mehrere Grade höher gestellt, alser früher stand. Zweitens ist infolge ihrer Aus-schlicfferei und Eifersucht, wenn solche auch in eini-gen Fallen durch verweigerte Anerkennung die hö-here Kunst wirklich »nterdrükten, diese in anderndurch den schöpferischen Reiz der Indignation viel-mehr gekräftigt worden. Denn edel hat Haydvngesagt, wenn auch seine Behauptung leider nicht all-gemein giltig ist:Man verachte den Genius under wird sich zu einem Riesen erheben man sucheihn zu erstikken und er wird sich als ein Gott auf-schwingen!"

Die Malerei steht bei uns vielleicht so hoch alsin irgend einem andern Land, troz der Rivalitätvon München und Paris. Als Iengniß ruf' ich dieRainen Martin, Haydvn, Wilkie, Landscer,Turner, Stanfield an. Auch wird sie mehr

Monro leitete den Geschmak Turners. Vrgl. ei-nen Artikel im Ncw-Monthlp Magazine, Mai

1833, über die Königliche Akademie.