Gäbe es aber bei uns Stellen wie etwa Professurenoder sonstige Bedienstungen, die nur Männern vonliterarischem oder scienlifischem Ruf ertheilt würden,so müste der Natur der Sache nach sich auch eineKlaff« von Personen bilden, deren Erziehung vonvorn herein auf die Erlangung solcher Stellen ab-zjelte, und die Stärke dieser Klaffe dürfte ziemlichvon der Zahl jener Bedienstungen, und der Unpar-teilichkeit, mit welcher sie vergeben würden, ab-hangeo. Gibt es viele solcher Stellen und führensie zu Vermögen oder zu gesellschaftlichem Rang, sowird schöne Literatur oder Wissenschaft als eineigentlicher Beruf gelten. In England werdendie höhern Zweige der Wissenschaft von einigenWenigen betrieben, die «in unabhängiges Vermögenbesizzen, und von noch einigen Andern, welche dasmäßige Einkommen aus einem kleinen Privatvermö-gen um ein Mäßiges z« vermehren hoffen; endlichvon wieder Andern, welche die geringe Anzahl öffent-licher, der abstrakten Wissenschaft gewidmeten Aemter,nämlich die Lehrstühle auf unfern Universitäten, innehaben; einen eigenthümlichen Stand aber bildendie Kultivatoren der Wissenschaft in England nicht.In Frankreich dagegen öfnen die Landesanstaltendenselben ein weites Feld der Ehrbegierde; in Preus-sen ist der Kreis solcher Aemter noch größer, unddie Politik des Staats wie die persönliche Neigungdes Monarchen erhöht noch die Wirkung jener
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