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von ihren -ngcndlichcn Traumen und Phantasiccn.Weil in ihrer Umgebung nichts war, was Interesseoder Bewunderung erregen, oder die mehr romantischen,die höheren und sanfteren Eigenschaften ihres Wesensbeschäftigen konnte, wandte sie sich zum beschaulichenNachdenken und zu den Büchern. Das Zusammen-wirken der Geisteskräfte mit den Gefühlen und Nei-.gungcn, die bei versagter Thätigkcit in der wirklichenWelt keine Gelegenheit zur Offenbarung finden, dasist cs was die Poesie erzeugt — die Tochter der Leiden-schaft und des Gedankens. Daher sind die jungenLeute, che die wirklichen Sorgen des Dascyns sic inAnspruch nehmen, diejenigen, welche begabter abereinsamer sind als ihre Genossen, beinah alle Dichter;und Florencc war eine Dichterin. In solchen Ge-mächern erzeugt das erste Buch, das ihre eigenenliebsten und theucrsten Ideen und Empfindungen zuverkörpern und lebendig darzustcllen scheint, einen tiefenund ehrfurchtsvollen Enthusiasmus. Die einsame, stolzeund schwcrmüthigc Seele Maltravers, welche in allenseinen Schöpfungen deutlich sich offenbarte, wurde fürFlorencc gleichsam die Deuterin der Geheimnisse ihrereigenen Natur. Sie faßte ein inniges und räthsel-haftcs Interesse an dem Mann, dessen Geist eine sohinrciffciide Macht über den ihrigen ausnbte. Siemachte sich mit seinen Bestrebungen, mit seiner Lauf-bahn bekannt — sic glaubte eine Symmetrie und Har-monie zu entdecken zwischen dem wirklichen Mann unddem dichtenden Genius — sic bildete sich ein zu