„Ihr scvd nicht kräftig genug, sie zu tragen,"sagte er rasch zu der Frau; und im nächsten Augen-blicke hatte er das Kind auf seinen Armen. Oh, mitwelch' bewegter Zärtlichkeit trug er sic! und er warso glücklich, wenn sie ihr Gcstchtchcn gegen ihn wandteund lächelte, und ihm sagte, sic empfinde jetzt kaummehr einen Schmerz. Wenn cs möglich wäre, in einKind von elf Jahren sich zu verlieben, so war Mal-travers beinahe verliebt. Seine Pulse bebten, als erähren reinen Athcm an seiner Wange spürte und ihrschönes reiches Haar vom Winde bewegt um seinenMund spielte. Er dämpfte seine Stimme zu leisemFlüstern, als er alle die schmeichelnden und tröstendenAusdrücke an sic verschwendete, welche Personen, dieFreunde von Kindern sind, eine natürliche Beredsam-keit verleihen — und Ernst Maltravcrs war der Ab-gott der Kinder; — er verstand sic und sympathisirtcanit ihnen; er hatte, unter der rauhen und kaltenHülle seiner stolzen Zurückhaltung, selbst viel Kindlichesan sich. Endlich erreichten sie ein Thorhänschcn undMargaret schien sehr erfreut, als sie ans ihre lebhafteErkundigung, ob der Herr und die Frau zu Hausesepcn, eine verneinende Antwort erhielt. Ernst bestandjedoch darauf, seine Bürde über den Rasenplatz in'sHaus zu tragen, das wie die meisten Villen in derMähe der Stadt, nur einen Stcinwnrf von dem Thor-chänschcn entfernt war; und nachdem er die bündig-sten Versicherungen erhalten, daß unverzüglich nachärztlicher Hülfe sollte geschickt werden, sah er sich
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