Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
49
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zu verleihen, welche so freundlich und mild warensie im Zustand der Ruhe unbewußt zu lächelnschienen, aber mehr in Kraft einer glücklichen Hei-terkeit des Temperaments als ausgelassener Lustigkeit.Das war der Charakter des Gesichts dieses schönenKindes, ans welches Maltravcrs unwillkürlich ehr-furchtsvolle Blicke heftete, beinahe mit dem bewundern-den Entzücken, womit man die Jungfrau Raphaelsoder eine Sonnenuntergangs-Landschaft von ClaudeLorrain betrachtet. Das Mädchen schien durchausnichts von einer frühzeitigen Koketterie zu empfindenbei der augenscheinlichen, obwohl ganz anständigenBewunderung, welche sic erregte. Sie begegnete denauf ihr ruhenden Augen, so glänzend und beredt sieauch waren, mit furcht- und arglosem Blick, unddeutete ihrer Begleiterin mit all dem raschen und un-gezügelten Ungestüm eines Kindes , hin auf das glän-zende Rabenschwarz, auf den gebogenen stolzen Halsvon Ernsts schönem Araber.

Nun trug sich aber zwischen Maltravcrs und demjungen Gegenstand seiner Bewunderung ein kleinesAbenteuer zu, welches vielleicht diente, ihrer Erinne-rung diese kurze Begegnung mit einem Fremden tieferrinzuprägcn; denn so viel ist gewiß, daß sic Jahrenachher sich noch der einzelnen Umstände des Abenteuers,so wie der Züge Maltravcrs genau cutsanu. Sic trugeinen jener großen Strohhüte, welche den Kindern sowohl stehen, und die Wärme des Tages vcranlaßtcBulwer's Romane. I-XVI. 4