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ein Blick, ein Zug, ein Etwas, das ein kindischesTraumgcsicht realisirt und erweckt, oder auch nur eineentfernte Achnlichkcit hat mit dem Bild, das wir inuns tragen, einen Liebreiz besitzt, der nur für unserAuge in solchem Maß vorhanden ist, und eine innereBewegung entzündet, die beinahe der Erinnerung an-zugchörcn scheint. Das ist cs, was die Platoniker imSinne hatten, wenn sic in kühner Phantasterei an-nahmc», daß Seelen, die auf Erde» zu einanderhingczogcn wurden, in einem früheren Dasepn, ineiner göttlicheren Welt, schon vereinigt gewesen scpnmüssen; und in dem jungen Angesicht, welches Ernstanstarrtc, lag gerade jene unaussprechliche Zusammcn-stimmung mit seinem vorgefaßten Ideal des Schönen.Mancher nächtliche und mittägliche Traum war ver-wirklicht in diese» milden aber lächelnden Augen vomdunkelste» Blau, in dieser offene» großen Stirne mitden leicht gezeichneten Augcnbraunen, in der Nase, dienicht geschnitten nach jenem scharfen und reinen Eben-maß, welches an griechischen Marmorbildcrn so an-muthig ist, aber wirklichem Fleisch und Blut gewöhn-lich einen entschiedenen und harten Ausdruck gibt,welcher dem strengeren Geschlecht besser als dem zarterenanstcht — nein, nicht nach dem rein griechischen, auchnicht nach dem rein römischen Typus gebildet; aberklein, zart, mit der möglichst leichten Ncignng auf-wärts sich zu biegen, die man aber nur bei EinerHaltung des Kopfs wahrnahm, und die dazu diente, denholden, beweglichen Lippen eine reizendere Schwingung