er in scüicr Seele hicmit zusammenhängende Gedankenbewegte, — und immer verbanden sich in irgend einerWeise mit seinen dem Ehrgeiz angchörigcn Tränmc-rcien, Regungen und Phantasien der Neugierde inBezug ans die Schreiberin jener Briefe — fiel ihmlebhaft die Schönheit eines kleinen, etwa cilfjahrigcnMädchens auf, das mit einer Dienerin auf dem Fuß-weg neben der Landstraße wandelte. Ich sagte, cSsch ihm ihre Schönheit ausgefallen — aber dicß istein falscher Ausdruck; cs war mehr der ansprechendeReiz ihres Angesichts als die Vollkommenheit ihrerBildung, was Maltravers Blicke fesselte — ein Reizder vielleicht für Andre nicht vorhanden war, aber fürihn etwas unaussprechlich Anziehendes hatte, und sichso ganz unterschied von dem gewöhnlichen Zauberbloßer Schönheit, daß er gleicherweise eine Saite seinesHerzens berührt haben würde, wäre er auch die Zu-gabe gewöhnlicher GcsichtSbildung oder farbloser Wan-gen gewesen. Dieser Reiz bestand in einer wunder-baren Unschuld und tanbcnartigcn Sanftheit des Aus-drucks. Wir gestalten uns Alle irgend ein Ideal des„schönen Geistes," den wir uns zu unserem „Diener"auf Erden wünschen, und wir messen und wägen un-sere Bewunderung wirklicher Gestalten etwas launen-haft darnach ab, ob dicß Ideal mehr oder wenigerin ihnen verkörpert oder annähernd erreicht ist. DieSchönheit von solchem Stempel, welcher nichts vonde» Träumen unserer Phantasie an sich hat, kann diekalte Huldigung unseres Urthcilö gewinnen, während
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