Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
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eines Gcscllschaftssaalcs gebuhlt hätte. Gerade darum,weil Maltravcrs einer der stolzesten Männer von derWelt war, war er der am wenigsten Eitle. Er küm-merte sich lediglich nichts um Beifall in Kleinigkeiten.Cäsarini dagegen hatte die ganze Welt zusammcngc-rufcn, nm zuzuschcn, wie er Nadclschicbcns spielte,wenn er geglaubt hätte, sich darin hcrvorznthun.

Schön! göttlich! bezaubernd!" riefen die jungenDamen, als Cäsarini endigte; und Maltravcrs. be-merkte , daß Florcncc wärmer als die klebrigen lobteund daß Cäsarini's dunkle Augen flammten und seineblasse Wange in ungewohntem Glanz erglühte. Flo-rcncc wandte sich zu Maltravcrs, und der Italiener,ihren Augen folgend, runzelte finster die Stirne.

Sie kennen den Signor Cäsarini," sagte Flo-rcncc, sich Maltravcrs nähernd.Er ist ein begabterund interessanter Mensch."

Ohne Frage. Ich bedauere, sehen zu müssen,daß er seine Talente auf einem Boden vergeudet, derihm einige wenige kurzdauernde Blumen erträgt, ohneEin nützliches Gewächs oder ersprießliche Frucht."

Er genießt die flüchtige Stunde, Mr. Maltra-vcrs; und manchmal, wenn ich die Unbilden sehe,welche der Lohn strengerer Arbeit sind, denke ich: erhat Recht."

Still!" sagte Maltravcrs,seine Blicke haftenauf uns er horcht athcmlos auf jedes Wort, dasSic aussprcchcn. Ich fürchte, Sic haben, ohne cs zuwissen, eine Eroberung gemacht am Herzen eines