Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
28
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Gaben und Besitztümer gleichsam aufwiihlt und an'SLicht bringt. Er sprach ins Allgemeine und gewandt;aber einmal, als er das Auge wandte, um Lady Flo-ren« um ihre Meinung über einen bestrittenen Gegen-stand zu befragen, bemerkte er gerade noch, wie ihrBlick auf ihm ruhte, mit einem Ausdruck, welcher denStrom seiner Heiterkeit dämmte und ihn in seltsameverworrene Träumereien warf. In diesem Blick lagernste und herzliche Bewunderung, aber sic war ge-mischt mit so viel Schwcrmuth, daß die Bewunderungihre Beredsamkeit verlor und er durch die Wahrneh-mung desselben sich eher traurig gestimmt als geschmei-chelt fühlte.

Als Maltravcrs nach dem Essen sich in die Ge-sellschaftszimmer begab, fand er sie angefüllt mit demgewöhnlichen Pöbel guter Gesellschaft. In einer Eckeentdeckte er Castruccio Casarini, der auf einer Gui-tarre spielte, die an einem blauen Band ihm über dieBrust hing. Der Italiener sang gut; viele jungeDamen waren um ihn versammelt, unter AndernFlorencc Lasccllcs. So sehr Maltravcrs ein Freundder Musik war, betrachtete er doch Castruccio's Spielenals eine widerliche Schaustellung. Er hatte eine Qui-rotischc Idee von der Würde des Talents und obgleicher selbst eine Mnsikkcnntniß und einen Wohllaut derStimme besaß, wodurch er den Saal hätte in Ent-zücken versetzen können, so wäre er doch eben so liebGaukler oder Springer zur vornehmen Belustigung desPublikums geworden, als daß er um die Bravorufe