Druckschrift 
9 (1843)
Entstehung
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Güte bei Andern so wirken kan», wie Deine Vergebungbei mir. Und jetzt, mein Fürst, dürfen diese MauernDich nicht länger umschließen! Die Gemächer des Pa-lastes erwarten ihren königlichen Herrn. Holla, draußen!"und nach der Thüre schreitend stieß er sie auf, und in Ge-mäßheit seiner unten eithciiten Befehle standen alle nochin der Feste zurückgebliebenen Beamte und Offiziere zu-sammengedrängt in dem kleine» Vorzimmer, mit entblöß-ten Häuptern, Kerzen in den Händen haltend, um denMonarchen nach den Sälen seines besiegten Feindes zuführen.

Bet dem plötzlichen Anblick des Grafen brachen dieseMänner, unwillkürlich, plötzlich ergriffen von der statt-lichen Majestät seiner Person und seinem leben- und geist-vollen Antlitz, in den wilden Nus der Dienstmannen:Hoch Warwick! Hoch Warwick!" aus.

Still!" donnerte des Grafen tiefe Stimme.Wernennt den Unterthan in Gegenwart des Monarchen?Schaut Euren König!"

Die Männer, beschämt über den Vorwurf, verbeug-ten sich und sanken auf ihre Kntee nieder, während War-wick eine Kerze vom Tisch nahm, um den König aus demKerker wegzuführen.

Jetzt wandte sich Heinrich langsam um, und sei»Auge ruhte zögernd auf den Wänden, welche selbst Kum-mer und Einsamkeit ihm lieb gemacht hatten. Die kleineBetkapelle das Crucifir die Reliquien die herab-gebrannten Kohlen auf dem Herde das rohe Kamin-