Haare und die gebeugte Gestalt des Königs schnitten auseinmal in dieß stolze Herz; und als der Graf stch überdie welke, abgemagerte Hand beugte, die sich seinem Kußüberließ, überglänzte eine darauf fallende Thränc alleEdelsteine daran. '
„Doch nein," fuhr der Graf fort, (ungeduldig nachArt stolzer Seelen, von der Neue sogleich zur Sühne über-zugehen, den» jene gehört der Dcmuth, und diese demStolz an,) „doch nein, mein Gebieter — nicht jetzt darfich um Deine Verzeihung flehen. Nein; sondern wennDu in den Hallen Deiner Vorfahren, umgeben thronstvon den Peers von England, das siegreiche Banner desheiligen George wehend über dem Throne, den Dein Die-ner wieder hergestellt—dann, wenn die Trompeten DeineRechtd schmetternd verkündigen, ohne daß ein Feind Ein-sprache zu thun wagt — dann, wenn von einer Küste desschönen Englands zur andern das Jauchzen Deines Vol-kes an die Wölbung des Himmels schlägt — Dann sollWarwick wieder vor König Heinrich knieen, und um dieVergebung bitten, die er nicht unedel verdient hat!"
„Ach, Sir," sagte der König im Tone bekümmerter,doch halb vorwurfsvoller Güte» „nicht unter Trompetenund Bannern hat der Sohn Gottes den Menschenkinderndas Muster und Vorbild der Liebe gegen Feinde gegeben.Als Deine Hand mir die Sporen von den Fersen riß —als Du mit mir, Deinem Gefangenen, durch das michhöhnende Volk stolzirtest, mich in diese einsame Zelle zubringen, damals, Warwick, vergab ich Dir, und betete