Druckschrift 
9 (1843)
Entstehung
Seite
107
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König ausgerufen habe, und auf dem Marsch nach Lon-don begriffen sep. Aber weder der Squire, noch sonst einBeamter und Offizier des TowerS wagte, de» erlauchtenGefangenen freizulaffen, ja auch nur ihn in die von Eli-' sabelh geräumten Zimmer zu logiren. Sie wußten nicht,was der Wille des tapfer» Grafen oder des Herzogs vonClarence sehn würde, und fürchteten, zu große Dicnst-befliffenheit könnle ihnen als ärgstes Verbrechen angerech-net werden. Aber da sie sich natürlich vorstellten, Hein-richs erstes Verlangen bei der neuen Lage der Dinge werdesevn. daß man ihm die Freiheit gebe, und rathlos waren,ob ste sein Verlangen erfüllen oder verweigern sollten, ent-zogen sie sich ganz seiner Nähe und seinen Wünsche», undließen den Thurm, worin er sich befand, ganz leer.

Von seinem Fenster aus jedoch konnte der König dieBewegung wahrnehmen, und die Menschenmenge auf denWerften und auf dem Fluß, und das Schimmern vonWaffen und Bannern; und die Rufe hören:Hoch Mar-wick! Hoch Clarence! Lang lebe der gute Heinrich VI.!"Eine sonderbare Verknüpfung von Namen, die ihn sehr! überraschte und verwirrte! Aber allmälig ging die unge-! wohnte Aufregung der Neberraschnug und Verwirrung! über in die gewohnte ruhige Heiterkeit seines höchst sanf-c. ten Temperaments und GemütheS. Jenes Vertrauen zuk der Alles lenkenden Vorsehung, an welches er sich gewöhnt^ hatte, hatte (wenn wir so in aller Wohlmeinung sagendürfen) seine schöne Seele in tie entgegengesetzte, für dieAngelegenheiten des Lebens so verderbliche Verirrung