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Truppen aufzubieien und deren Oberbefehl zu überneb-men. Der Marquis gehorchte mit wenigeren Worten,als er sonst zu machen pflegte — verließ den König, sprangauf sein Pferd, und wie er vom Palast wegritt, zog er ei-nen Brief aus dem Busen. „Ha, Edward!" sagte er,mit den Zähnen knirschend ; „so wolltest Du also, nachdemDu feierlich Deine Tochter meinem Sohne verlobt hat-test, ste Deinem Lancastrischen Feind geben! Memme, daßDu den Frieden von ihm erkaufen! Schurke, daß Du DeinWort brechen wolltest! Ich danke Dir für diese Nachricht,Marwick: denn ohne diese Kränkung hätte ich nimmer,das fühle ich, wenn die Stunde gekommen wäre, meinSchwert ziehen können gegen diesen treulosen Mann —znmal nicht für Lancaster! Ja, zittre Du, der Du alleTreue und Ehre höhnst und verlachst! Wer selbst ein Ver-räther ist, darf die Rache nicht Hochverrath nennen!"
Mittlerweile begab sich Edward, um weitere Vor-kehrungen zu treffen, nach London in de» Tower. NeueAnzeichen von der Mine unter seinen Füßen erwartetenhier den leichtsinnig ungläubigen König. An der Thürevon St. Paul, an vielen Kirchen der Metropole, an derStandarte in Chepe und auf der Londoner Brücke war inder verflossenen Nacht, Niemand wußte von Wem, die be-rühmte, von Warwick und Elarence Unterzeichnete, in derkühnen und kraftvollen Sprache des Grasen abgefaßteProklamation angeschlagen worden, die ihre baldige Rück-kehr ankündigte, eine kurze und kräftige Schilderung derMißregierung des Königreichs entwarf, und ihren Ent-