seiner unschuldigen Tochter den wahren Grund erfahrenhatte, arbeitete er sich ab mit eiteln Vermuthungen undahnte nicht, daß Edward nnwillkührlich die höhere Ritter-lichkeit seines galanten und tapfer» GünstlingS ehrendanerkannte, wenn er am meisten unter allen Menschenvor Hastings das Geheimniß seines Verbrechens, welchesder Philosoph und sein Kind auSsagen konnten, verborgenzn halten ängstlich wünschte. Wenn Hastings seine» Na-men und seinen Rang Sybille» gab, welch ein mächtigesGewicht mußte dann plötzlich die Aussage der geringe»Zeugin erlangen!
Sich wegwendend von dem Bilde Sybillens, anwelches sich so nur Vorstellungen von Gefahr, Verlegen-heit, Demüthigung, Ungnade» Verderben knüpften, riefsich Lord Hastings die Worte GloucesterS ins Gedächtnißzurück; und das stolze Bild Katharinens, umgeben vonallen Erinnerungen früher Leidenschaft — von allen At-tributen gegenwärtiger, lockender Ehre — stieg vor ihmauf, und er schlief endlich ein, und träumte — nicht vonSybillen und dem bescheidenen Obstgarten, sondern vonKatharina in ihrer jungfräulichen Vlüthe — von demBaume der Zusammenkunft bei dem Schloß Middleham— von dem zerbrochenen Ring — von dem Entzücken unddem Leid der ersten hochstrcbcnden Liebe seiner Jugend,