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„Prinz — Prinz! haltet ein! Selbst wenn es sowäre — kurz, Katharine liebt mich nicht!"
„Du irrst Dich! Ich habe sie gesehen, und sie liebtDich darum nicht weniger, weil ihre Tugend es so langeverhehlt hat!"
Hastings stieß einen Schrei leidenschaftlicher Freudeaus, aber wieder verfinsterte sich sein Gesicht,
Gloueester beobachtete ihn schweigend; außer denBeweggründen der Neigung, die er damals aufrichtig fürHastings hegte, mochte wohl auch die Politik dem Herzoges wünschenswerth machen, einem so loyalen Anhängervon Vork die Hand und den Reichthum von Lord WarwicksSchwester zu verschaffen: aber mit Klugheit den Gegen-stand nicht weiter verfolgend, sagte er in verändertem,gleichgültigem Tone! „Verzeih mir, wenn ich mich inSachen eingemischt habe, worüber jeder Mann für sichselbst urtheilt und entscheidet. Aber da, trotz allen Hinderniffen, über knrz oder lang, Lady Anna Nevile dieMeinige werden wird, hätte es mich gefreut, einen nahenVerwandten an Lord Hastings zu bekommen. Und jetzt,da es spät wird, bitte ich Dich, laß Edward in seinemZimmer Dich nicht vergebens erwarten!"
Als Hastings dem König aufwartete, merkte er so-gleich, daß Edwards Benehmen gegen ihn verändert war.Zuerst schrieb er dieß auf Rechnung der gehässigen Ein-flüsterungen der Königin und ihres Bruders; aber baldverrieth der König selbst die Ursache seiner verändertenStimmung.