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frei sprechen willst von aller Theilnahme und Milwissen-schaft bei den Deinem Leben und Deiner Ehre gelegtenSchlingen, wovon Du gesprochen, und Dein ritterlichesWort gibst, hinfort Lancaster treu ergeben sehn zu wollen.Mögen alle Erinnerungen an die Vergangenheit unter-gcheü, welche Scheidewände zwischen den Seelen tapfrerMänner ziehen können!"
Bis zu diesem Augenblick hatte Ludwig, seine Armein seinem Gewand gefaltet, sein mageres, suchsartigesGesicht aus den Boden geheftet, schweigend und nngeirrtzugehört. Jetzt glaubte er den Augenblick gekommen, derAufforderung des Prinzen zu Hülfe zu kommen. Heuchle-risch mit derHand über die thränenlosenAugen streichend,wandte sich der König zu Margaretha und sagte:
„Wonnevolle Stunde! Glückliche Verbindung!Möge unsre heilige Jungfrau und unser Schutzpatron St,Martin weihen und heiligen das Band, durch das alleinmeine geliebte Muhme ihr Recht und Königreich wiedergewinnen kann, Amen."
Nicht achtend auf diesen frommen Erguß, mit arbei-tender Brust, ihre Augen von dem Grafen auf Edwardschweifend, machte endlich Margaretha ihrer LeidenschaftLust,
„Und dahin ist es gekommen, Prinz Edward vonWales, daß Deiner Mutter Beleidigungen und Unbildennicht die Deinigen sind? Stehst Du Seite an Seite ne-ben meinem Todfeind, der, statt seinen Verrath zu be-reuen, sich noch über erduldetes Unrecht zu beklagen wagt?