Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
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ward sich bediente, uni Anna sein Portrait nach Rouenzu schicken; und von ihm wahrscheinlich kam an Orfordder Vorschlag und Plan, welchen dieser Edelmann unvor-sichtig Montagu mitgctheilt hatte; und jetzt, wo cs seinerPolitik gemäß war, ernstlich nnd eifrig der Sache seinerMuhme Margaretha sich anzunehmen, erkannte er alledie Vortheile für seine alte Staatskunst, welche sich auseiner Jünglingsliebe ableiten ließen. Ludwig hatte einewohlbegründete Furcht vor dem kriegerischen Geist undden militärischen Talenten Edwards des Vierten; unddiese Furcht hatfe ihn bisher abgehalten, sich offen fürdie Sache der Lancastrier zu erklären, obwohl sie ihn nichtabhielt, solche Aufstände und Jntriken zu unterstützen, welchedie AufmerksamkeitdeS kriegerischen Plantagenet aufdic seinKönigreich im Innern bedrohenden Gefahren zu ziehen undzu beschränken geeignet waren. Aber jetzt, nachdemder Bruchzwischen Warwick und dem König erfolgt war, jetzt wo derGraf nicht mehr den Wunsch des Pork'schen Monarchen,seine Erbanfvrüche aufdic schönsten Provinzen Frankreichs,ja vielleicht auf ganz Frankreich geltend zu machen, zügelnkonnte, während der Abfall von Lord Warwick den Lan-castriern die erste gegründete Hoffnung auf Erfolg gab,wenn sie ihre eignen Ansprüche auf den englischen Throngeltend machten, jetzt richtete er alle Kraft seines Ver-standes und seines Willens auf die Wiedereinsetzung einesnatürlichen Verbündeten und aus den Sturz eines gefähr-lichen Feindes. Aber er wußte, daß Margaretha undihre Lancastrischen Anhänger für sich allein nicht im