Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

85

Schluchzen aus. Das Auge der GrLstu begegnete demihres Gemahls, aber stc legte den Finger an den Mund,ihm zu bedeute», weiter zuzuhören. Der Gesang begannwieder:

Denk Eines Sonncndlicks im April

Der Kindheit, vom Sturm mißhandelt,

Wo Knab' und Mädchen, er und Du,

Froh Hand in Hand gewandelt!

Wo vor Deinen jungen Freund des ReichsHochadel mir Knieen trat,

»nd, auf Englands Erben zu lächeln, GottVolk und Priester mit Inbrunst bat!

der Graf stieß einen halb erstickten NuSruf aus, aber derMinstrel hörte die Unterbrechung nicht und fuhr fort l

Mick dünkt, nie dein Verbannten soHat gclächclt der Sonne Glanz,

Wie am Morgen, wo des Knaben Gclübd'

Seine Seele gab Anna ganz!

biein! als sein E'rbtheil nur ein Nam',

Seines Ahne» Heldenschwcrt:

Hat nie des hohen Fräuleins Lieb'

Der Fürst, verbannt, begehrt/

Doch wenn mit Trommel, Pfeif' und HornEr heischt und gewinnt seine Krön',

Sein Bogen sich über die Sündfluth wölbt,

Und ruht auf einem Thron i

Dann leihst Du hold der Hoffnung Dein Ohr,

Die ihm blieb segnend im Bann nah:

Wo er schmachtete »ach seines Vaters Krön',

Mit zu schmücken die Stirn seiner Anna!