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Athen ist, und tragen ihn in raschem Fluge von Shenenach Amboise. Wir müssen annehmen, daß die beidenAbgesandten GloucesterS schon den Ort ihrer Bestimmungerreicht haben — baß die Dame bei Isabel, der Gesandtebei Margaretha eingetroffen ist.
In einem der dem Grafen eingeräumten Zimmer imköniglichen Palast, in der Vertiefung eines ungeheurengothischen Fensters, saß Anna von Warwick; der kleineSchieber am Fenster war offen, und gewährte eine Aus-sicht auf einen weiten, schönen Garten, wo dichte Gehölzeund regelmäßige Alleen abwechselten, über welche dasprächtige Gewölle eines Sommerabends, ein wenig vorSonnenuntergang, abwechselnd Licht und Schatten war-fen. In diese Aussicht war das holde Antlitz der LadyAnna nachdenkend versunken. Das starr blickende Auge,der gesenkte Hals, die auf den Knieen ruhenden Arme, diegefalteten zarten Finger — dieß Alles gab ihrer ganzenErscheinung den Charakter der träumerischen Ruhe.
In demselben Zimmer waren noch zwei Frauen; dieEine schritt mit langsamen, aber ungleichen Schritten aufund ab, ihre Lippen bewegten sich von Zeit zu Zeit, alsspräche sie mit sich selbst, und ihre Stirne war leicht ge-runzelt. Ihre Gestalt und ihr Angesicht trugen auchden Charakter der Träumerei, aber nicht den der Ruhe.
Die dritte Dame, die zarte, liebliche Mutter der bei-den Andern, saß etwa in der Mitte des Zimmers vor einemkleinen Tisch, auf welchem eine jener Handschriften vonreligiösem Charakter lag, voll von den Moralitäten und