Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
6
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Plötzlich stieß Madge eineil Schrei des Schreckensaus und deutete auf die Mauer ihnen gegenüber, Sybille,aus ihrer Träumerei aufgeschreckt, schaute auf, und sahetwas Dämmerndes, Zwergartiges. auf der baufälligenMauer hocken, Zm Augenblick sprang die Erscheinungleicht in den Garten herunter, und die Angst der Frauenverminderte sich, als sie einen kleinen Knaben verstohlenüber das Gras schleichen und sich der offnen Thüre näher»sahen.

Ha, Kind!" sagte Madge aufstchend,was willstDu?"

Bscht l Mütterchen! bscht. Ah! die junge Mistreß?Das ist gut. Still! sage ich noch einmal," Der Knabetrat in daS Zimmer.Ich komme noch zu rechter Zeit,Euch zu retten. In einer halben Stunde wird man inEuer'HauS einbrechen, vielleicht es verbrennen. DieKnaben klatschen schon in die Hände beim Gedanken anein solches Lustfeuer, Vater und alle Nachbarn schickensich schon dazu an. Horch! horch! nein, es ist nur derWind. Die Tamburinschlägerinne» sollen das Zeichengeben. Wenn Ihr ihre Glöckchen klingeln hört, wird derPöbel sich zusammenschaaren. Lauft, Euer Leben zu ret-ten, Ihr und der alte Mann, und sagt nie, daß der armeTim es gewesen, der Euch dieß gesagt, denn der Vaterwürde mich todtschlagen. Ihr könnt noch durch den Gar-ten aufs Feld kommen. Schnell!"

Ich will zu dem Herrn gehen!" rief Madge au»dem Zimmer eilend.