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sinnen; er öffnete leise die Thüre »nb schlich durch denGang. Gr wußte das Zimmer genau; denn es war sei-nemBefehle gemäß angewiesen worden; und außer der ge-wöhnlichen Thüre vom Corridor führte ein kleines Cabinetzu einer verborgenenThüre hinterden Tapeten. Es war dasZimmer, welches die Nebenbuhlerin der Königin, dieLady Elisabeth Lucy, bei ihre» Besuchen am Hof bewohnte.Er begab sich in das Cabinet, er hob die Tapete auf —er stand in dem Zimmer, welches Dankbaikeit, Ritterehreund gastliche Treue ihn, hätten heilig wie einen Tempelmachen sollen. Und plötzlich, wie er eintrat, brach derMond, zuvor verborgen unter einer schwermüthige» Wolke,in erschreckendem Glanz hervor, und sein Licht strömtedurch das Fenster ihm gerade gegenüber herein und er-füllte das Zimmer mit den Strahlen eines geisterhaftenTages.
Das plötzliche Hervortreten des feierlichen und schwer-müihigen LichtglauzeS traf ihn wie das vorwurfsvolleAnilitz eines lebenden Wesens; etwas UeberirdischcS schienzwischen das Opfer und das Verbrechen zu treten. Abernur einenAugenblick wurde dadurch sein Schritt gehemmt.Er trat vor; er zog die Falten des von Golegewebeschweren Vorhangs zurück, und das Antlitz der schlum-mernden Anna lag in tiefem Frieden und Ruhe vor ihmda. Es war blaß imMondltcht. aber »nanssprcchlichfriedvoll und heiter, und das Lächeln um den Mund schiennoch süßer als im wachen Zustande. So starr war seinBlick auf den Einen Gegenstand gerichtet—so glühend