Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
19
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IS

stcn Erinnerungen, die tausend Geschichten zu erzählenhaben mochte von der Zeit, wo der geächtete Knabe derErbe eines Monarchen war. In der kindischen Weichheitihrer Jugend weinte sie beinahe über die Entdeckung die-ses neuen Kanals für so viel natürliche Zärtlichkeit. Eswar halb das Weib, das eine Freundin gewann halbdaS Kind, das sich an eine neue Gespielin anklammerte.

Ach, Sybille!" flüsterte sie,verlaß mich heuteNacht nicht dieser fremde Ort macht mir so bange, unddie Gestalten aufdenTapeten scheinen so groß uns gespen-steihast und man sagt, im alten Tower spuke eS.Bleib, liebe Sybille!"

Und Sybille blieb.

Zweites Kapitel.

Dle schlafende Unschuld daS lauernde Verbrechen.

Während diese reizenden Mädchen so unschuldig sichbesprachen; während sie einander halfen sich entkleiden,und dabei Anna'S süße Stimme in ihren kunstlosen Phan-tasten sich erging; während sie Hand in Hand betend knie-ten vor dem Crucistr in der dämmernden Vertiefung;wählend sie scheu das Licht auslöschten und sich zu ihremLager schlichen! während sie, noch verkehrend in einemGeflüster, das allmälig immer schwächer und leiser ward,in den Schlaf der Unschuld sanken: schritt der unheillggesinnte König in seinem einsamen Zimmer auf und ab,