noch — suche mein Kind Anna auf; sie wird morgen denHof verlassen. Ich will fie abholen — laß ihre Beglei-tung bereit seyn; fie und die Gräfin müssen hinüber nachCalais, — England hat wieder aufgehört, ein Aufent-haltsort für Frauen zu sehn! WaS anfangen mit demarmen Rebellen?" murmelte der Graf, als er allein war— „freilassen kann ich ihn nicht, ihn umS Leben bringenwill ich nicht. Hm — es ist Raum genug in diesenMauern, einen Gefangenen einznsperren!"
Siebentes Kapitel.
Die Angst und die Flucht.
König Edward tafelte herrlich, und Sybille saß inihres Vaters Zimmer — fie schweigend in Gedanken derLiebe, Adam schweigend in den Arbeite» der Wissenschaft.Das Heureka war beinahe vollendet — neu erstehend ausseinen Trümmern, vollkommener, ausgearbeiteter als zu-vor. Jungfrau und Gelehrter — Beide schienen nahedem ersehnten Ziele — das für jene der heitere Altar derLiebe, für diesen das einsame Heiligthum des Ruhmes war.
Der Abend rückte vor — die Nacht brach an undwurde immer dunkler. König Edwards Gelage war vor-über, aber noch funkelte in seinem durchdufteten Zimmerder Wein im goldenen Becher. Es ward gemeldet, daßSir Marmaduke Nevile, eben vom Hause des Grafen ge-kommen, um eine Audienz bitte. Der König, !» tiefeTräumereien versunken, verschob fie unmuthig aufmorgen