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kann ich einiges Gute und viele Leiden in die Wagschaale' legen. Dunkel und fern von dem mir bestimmt gewesenenZiel darf ich vielleicht das strahlende Antlitz Derjenigenin ihrer glorreichen Heimath sehen, die mich lieben lehrte,und die selbst in jener Heimath nicht ganz selig sepn wür-de, wenn sie nicht das Licht ihrer göttlichen Verzeihungauf mich ausströmte. Genug! eh Sie dieses Siegel er-brechen, gehört mein Loos den Menschen und der Erdenicvt mehr. Die heiße Sehnsucht, die ich in mir empfun-den — die glänzenden Traumbilder, die ich genährt —das erhabene Streben, das mich so oft über Sinne undStaub emportrug, sagen mir, daß ich, seys zum Gutenoder Bösen, Bestaudtheil von etwas Unsterblichem undGeschöpf eines Gottes bin! Wie die alten Weisen dasGesicht in ihr Gewand hüllten und sich gelassen znm Ster-ben niedersetzten, so hüll' ich mich gefaßt und ergeben ineine bis zum letzten Augenblick feste Seele und lasse mirselbst die Art, diese Seele hinüber zu senden, von keinerMenschenrache aufdrängen. Die Bahn meines Lebensward von meiner eigenen Hand vvrgezeichnet, von meinereigenen Hand soll die Art und der Augenblick meines Todeskommen!
August 1759.
Eugen Aram."
Als man am Tag nach dem Abend, an welchem Aramvorstehendes Gcständniß an Walter Lester gegeben hatte,am Tag der Hinrichtung, in den Kerker des Vernrtheilten