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eben so leicht ihr Fluch als ihr Segen werden konnte.Aber immer noch liebte ich die Wissenschaft — liebe sienoch und würde, könnte ich ewig leben, sie ewig lieben!Sie ist eine Gefährtin — eine Trösterin — eine Beschäf-tigerin— eine Lethe. Doch nicht weiter hievon! — Da-hin aus ewig war für mich die strahlende Ruhmbegierde,welche die Geistesbildung zum Mittel, nicht zum Zweckmacht. Wie gegen die gewöhnliche Annahme behauptetwird, die Biene sammle den Honig ohne Vorgefühl desWinters und arbeite ohne anderes Ziel, als die Arbeitselbst, so häufte ich Jahr um Jahr Alles auf, was dieErde meinem Fleiß darbot, und fragte nicht wozu. Ichhatte mich in eine Welt des Entsetzens gestürzt, um mirein Traumbild zuzueignen. Siehe! das Bild war ent-schwunden, aber ich konnte nicht mehr zurück.
Ruhe ward jetzt für mich das einzige Kation —der einzige Reiz für mein Daseyu. Ich verliebte mich indie Lehre jener alten Mystiker, welche die Glückseligkeitlediglich in eine in vollkommenem Gleichgewicht erhalteneFreiheit von Leidenschaften setzten. Wo aber, als in gänz-licher Abgeschiedenheit, war solche Freiheit zu genießen?Jetzt begriff ich, daß in älteren Zeiten Menschen, welchedas Andenken an irgend eine quälende Schuld verzehrte,in die Wüste flohen und Einsiedler wurden. Stille undEinsamkeit sind die einzigen Besänftigerinnen einer ver-
') Das Schöne, Gute. (Griechisch.)
Der Iledersever.