Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
91
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aber noch blickte ich eber mit heißergrimmter, als mittrauernder Seele auf mein Loos; und sah ich drüber hin-aus, was entdeckte ich da von Hoffnung? Graben könnt'ich; aber sollte Alles, was in mir dürstete und aufguoll,oertrocknen und ersticken, blos damit ich meinen Lebens-unterhalt gewänne? Sollt' ich knechtisch zur Scholle zn-rückkehren und vergessen, daß es ein Wissen in der Weltgab? Sollt' ich meinen Geist morden, um meinen Körperzu erhalten? Betteln könnt' ich nicht. Wo lebte je derwirkliche Gelehrte, der echte Diener und Priester der Wis-senschaft, der nicht mit einem erhabenen Gefühl von derWürde seines Berufes erfüllt war? Sollt' ich die Wundemeines Stolzes aufdecken, von meinem Herzen die Hülleabziehen und reiche Dummköpfe anffehen, einen Schulmei-ster nicht sterben zu lassen? Pah! Wer selbst durchdie schmählichste Armnth so weit herabgewürdigt ward,kann wohl der Marktschreier, aber nie der wahre Jüngerder Wissenschaft sehn! Stehlen, rauben Aergeres noch all Das könnten ich oder meine Berufsgenoffcn endlichthun: betteln? nimmermehr! Was that ich also? Ichverwandte den niedrigsten Theil meiner Kenntnisse dazu,mir die unumgänglichen Mittel zum Leben zu verschaffen,und der höchste jenes Wissen, das in der Erde Tiefendrang und die Sterne des Himmels zählte nun derblieb, außer für den Besitzer werthlos für Jedermann.

Um diese Zeit traf ich in Knarcsborough mit einementfernten Verwandten, Richard Hausman, zusammen.Wir begegneten uns bisweilen auf unfern Spaziergängen,