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zu fragen, wem sie zu Gut kommen sollen? Ich warruhelos und unzufrieden. Was könnt' ich thun? ich hattekeine Freunde, ich trat als ein Fremdling vor meine Mil-brüdcr, die eherne Mauer meiner Armuth schloß mich vonjeder Verwendung meiner Anlagen ans. Ich sah meinenWünschen den Zügel nmgeworfen, gerad wo ihnen daserhabenste Ziel vorschwebte. Alles, was stolz, emporstre-bend, glühend in meiner Natur war, schrumpfte erstarrendzusammen. Die Kenntnisse, deren Zugang in meinemengen Kreis lag, halt' ich erschöpft. Wo sollt' ich, hülf-nnd geldlos, mit meinem aufgeregten, nicht gestilltenDurst etwas Neues hernehmen? Indem ich meine Fähig-keiten zu den niedrigste» Arbeiten hcrabwürdigte, schütz-ten sic mich nnr eben vor dem Hungertod: — sollte Dasmein Loos für immer sehn? lind während ich meine Seelealso zermalmte, um die armseligsten Bedürfnisse des Kör-pers zu befriedigen — wie viel goldene Stunden, wie vieleGelegenheiten zu ruhmvoller Erhebung, wie viel Zugängezu neuen Himmeln der Wissenschaft, wie viele Möglich-keiten, die Menschheit aofzuklären, gingen aus immer ver-loren! Zuweilen, wenn die Knaben, denen ich die ersten,unbeachteten Anfangsgründe künftiger Geistesbildung bei-brachte, sich um mich sammelten; wenn sie mir mit ihrenlachenden Angen ins Gesicht schauten; mir — denn Alleliebten mich — ihre kleinen Freuden und Leiden mittheiltcn,wünschte ich, ich möchte zur Kindheit zurückkehrcn können,wie einer von ihnen werden, und in diesen Himmel voninnerer Ruhe eindringen, der mir versagt war. Oester