Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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verfolgten und, wie mir vorkam, erhabenen Ziel zuführte.Die niedrigen Freuden des Lebens, die Reize seiner ge-wöhnlichen Fesseln, ließ ich unversucht und »»gesuhlt anmir vorüber. Wie Sie vvn Menschen im Morgenlandlesen, die Tage lang unbeweglich, mit zu», Himmel ge-richtetem Blick dastehen, so hatte mein Gemüth, in Be-trachtung vv» Dingen über seinem irdischen Bereich ver-loren, kein Ang für das, was zunächst um mich vorging.Meine Eltern starben und ich war eine Waise. Ich hattekeine Hcimath und kein Vermögen, aber wo immer dasFeld eine Blume, der Himmel einen Stern bot, da warStoff für mein Denken, da war Nahrung für meineWonne. Monate wandcrte ich einsam umher, blieb seltenanders als unter freiem Himmel übernacht, und ging denMenschen, als demjenigen Thetl von Gottes Geschöpfen,von welchen ich am wenigsten lernen konnte, aus dem WegIch kam nach Knaresborough: die Schönheit der Gegend,die Gelegenheit, mich aus einer mir dort zugänglichenBibliothek mit Büchern zu versehen, bewogen mich, hiermeinen Sitz anfzuschlagen. Mit den neuen Schätzen öffne-ten sich mir neue Wünsche! die Begierde nach dem Ruhm,mein Mitgeschlccht auszuklärcn, ergriff mich, durchdrangmich, jagte mich umher. Anfangs hatt' ich das Wissenblos um seiner selbst willen geliebt: jetzt sah ich in derFerne einen Gegenstand, der noch größer war, als dasWissen. Wozu? fragt' ich mich, diese Muhen? Weshalbnähr' ich eine Lampe, die an verlassener Stelle nur sichselbst verzehrt? Weshalb häuf ich Ncichthümer auf, ohne