Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
55
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OS

weims so ginge wenn so. Nursägte sie mit hohlerStimme, die Begeisterung wieder zurückdrängend, hinzu:wären meine Träume nicht, so könnt ich wirklich glau-ben es werde so gehen. Aber kommt ich binfertig!"

Langsam fuhr der Wagen durch die Menge, welchedas Gerücht von der bevorstehenden Kriminal-Verhand-lung auf den Straßen angesammelt hatte; aber die Blen-den waren herabgelassen, und Vater und Tochter rettetensich vor der härtesten aller Qualen, dem neugierigen An-gaffen von Menschen, denen unser Jammer fremd ist. ImSaal waren Plätze für sie aufbehalten worden. Als sieans dem Gefährt stiegen und den verhänguißvollen Qrtbetraten, zog Lesters ehrwürdiges Haupt neben den zittern-den, verschleierten Gestalten, die sich au ihn klammerten,Aller Augen auf sich. Mühsam gelangten sie zu ihrenSitzen. Bald wandte eine neue Aufregung im Saal dieBlicke wieder von ihnen. Ein Gesumm, ein Gemurmel,«ine Bewegung und dann eins ängstliche Stillek Haus-man wurde zuerst wegen der früher gegen ihn erhobenenAnschuldigung vvrgefordert, losgesprochen und als Zeugegegen Main zngelaffen, der sofort hergeführt ward. DerGefangene stand vor den Schranken. Madeline schnapptenach Luft und klammerte sich mit einer konvulsivischen Ge-berde an den Arm ihrer Schwester. Aber unmittelbar dar-auf gewann sie mit einem langen Seufzer ihre Selbstbe-herrschung wieder und saß still und ruhig, das Auge aufArams Gesicht geheftet; und wirklich taugte dieses Gesicht,