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ihren Mnth aufrecht zu halten und sic bei aller Angst,aller Schärfe des gefolterten Mitgefühls mit einer Arttrinmphirendem Stolz zu erfüllen. Wohl sprach sich etwasvon Dem, was er gelitten, in den Zügen des Beklagtenaus: die Linien um den Mund her, worin Bekümmernißdes Gemürhs ihre Furchen am tiefsten zu ziehen pflegt,waren ausgeprägt und weit; graue Haare stachen hie undda auS dem üppigen Neichthnm der dunkelbraunen Lockenhervor, und wie er vor seiner Einkerkerung bedeutendjünger geschienen, als er war, so hatte die Zeit nunmehrdie frühere Säumniß ausgeglichen. und eS konnte schei-nen, er zähle mehr Jahre, als wirklich über sein Haupthingegangen. Aber der ausgezeichnete Glanz und dieSchönheit seines Auges erschienen, wie immer, ungetrübt:und immer noch zeigte die breite Stirn ihre faltenloseWölbung und den ergreifenden Ausdruck von Ruhe undHoheit. Stolz, gesammelt, heiter und unverwirrt blickteer um sich auf die Menge, den Schauplatz, den Richter.Sogar Denen, welche ihn schuldig glaubten, nöthigte eineunwillkürliche, unwiderstehliche Ehrfurcht, — jenes ewigeErzeugniß moralischer Festigkeit im Gemüth der Zuschauer— zu ihrer l'eberraschung, Theilnahmc am Schicksal desGefangenen, ja selbst eine geheime Hoffnung seiner Frei-sprechung ab.
Hausman ward aufgernfen. Niemand konnte seinGesicht ohne ein gewisses Mißtrauen, ohne innerlichenSchauder betrachten. Schon hänstg hat man die Bemer-knng gemacht, daß in der Physiognomie blutdürstiger