Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
51
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der Erde nicht sichtbar sind? *) Eben so sehen wir erstaus der Tiefe des Jammers zerknickt, elend, versengt,sterbend daß die scgenvollen Erscheinungen und Zei-chen des Himmels für nnser Aug aufgeheu. lind ich weiß ich Hab gesehen ich fühle hier," die Hand ansHerz drückenddaß meine Bahn vollendet ist. Nurnoch wenige Sandkörner sind übrig in dem Stundenglas.Lassen wir sie muthig verrinnen. Da, Ellinor, sieh diesearmen, verwelkten Rosenblätter; Eugen gab sie mir amTag vor vor demjenigen, der zu unserer Hochzeit be-stimmt war. Ich will sie heut tragen, wie ich sie amHochzeittag getragen haben würde. Als er die arme BlumeLsiückte, wie frisch war sie da: ich küßte den Thau von ihrweg: sieh sie jetzt! Aber komm, komm; das sind Klei-nigkeiten; wir dürfen uns nicht verspäten. Hilf mir,Lorchen, hilf mir: komm , tummle Dich, schnell, schnell!O, nimm's nicht nur so obenhin; ich sage Dir, ich willmich heut sorgfältig kleiden."

Das Gewand hing, als sie gekleidet war, lose undin weiten Falten über den zusammengeschrumpsten Formen,wie sie aber jetzt aufgerichtet da stand und ihr Bild imSpiegel mit einem Lächeln betrachtete, das Ellinorenschmerzlicher in die Seele ging, als Thräne», hatte sichihre Schönheit vielleicht nie in ergreifenderen, crhabene-

*) Eine Bemerkung, die scheu bei Aristoteles verkommt. Buf-fen führt dieselbe mit seine», gewohnten Talent der Dar-stellung, wie ich glaube, in, ersten Band seines großenWerkes, an.

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