Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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das letztemal beisammen waren/' hob Madeline wiederan. Und eine neue verlegene Panse folgte.

.Madeline theuerste Madeline!" rief endlich Wal-ter und stürzte ans die Knicc:Du, die ich schon alsKnabe so tief, so leidenschaftlich liebte; Du, die mirnoch die mir so lang ich lebe immer so unaussprechlichthcuer sestn wird sprich nur ein Wort zu mir an diesemungewissen, furchtbaren Wendepunkt unseres Schicksals, sprich nur ein einzig Wort sage. Du sichlest, Dufestest Dir bewußt, daß mich im Verlauf dieser gräßlichenEreignisse kein Vorwurf treffe; daß ich nicht mit Wil-len diesen Jammer über unser Haus gebracht habe,geschweige über ein Herz, das vom geringsten beiden zubewahren, ich mein eigenes Herzblut mit Freuden hinge-geben haben würde. Oder willst Du mir diese Gerech-tigkeit nicht widerfahren lassen, so sag wenigstens, daßDu mir verzeihest!"

Ich verzeihe Dir, Walter! Ich laß Dir Gerechtig-keit widerfahren, mein Vetter," erwiederte Di adeline kraft-voll und erhob sich' aus ihrem Arm.Längst Hab ich ge-fühlt, wie unvernünftig es war, irgend einen Vorwurfauf Dich fallen zu lassen auf Dich, das blose leidendeWerkzeug des Schicksals. Hab ich vermieden, Dich zusehe», so geschah es nicht aus einem Gefühl der Bitterkeit,sondern nur eine Schwäche hielt mich ab. Gott segne underhalte Dich, mein theurer Vetter! Ich weiß, daß Deineigenes Herz so stark geblutet hat, wie die unsrigcn; undnoch heute bat ich den Vater, wenn wir uns nicht mehr