Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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öffnete sich die Thür rechter Hand an dem Gebäude, undMinor kam schnellen Schrittes heraus.

Komm herein, lieber Walter," sagte sie,Made-line hat in Deinen Besuch gewilligt ja als ich ihrsagte. Du seyest angekommen und wünschest eine Unter-redung mit ihr, bedachte sie sich kaum eine» Augenblickund hieß mich Dich sogleich herein rufen."

Gott segne sie!" sagte der arme Walter. Er fnhrmit der Hand über die Augen und folgte Minoren nachder Thür.

Du wirst sie sehr verändert finden!" flüsterte Mi-nor, als sie den Hausflur erreicht hatten,sey gefaßt!"

Walter antwortete blos durch eine ausdrucksvolleGeberde, und Minor führte ihn in ein Zimmer, das durcheine Glasthür, wie man sie in alterthümlichcn landstädti-.schen Gebäuden häufig findet, mit dem Gemach in Ver-bindung stand, worin er vorhin Madelinen gesehen. Mitlautlosen. Tritt und beinahe den Athem anhaltend, folgteer seiner schonen Führerin durch dieses zweite Zimmer undstand jetzt vor dem Bett, auf welchem Madelinc immernoch lag. Sie streckte ihm ihre Hand entgegen erdrückte sie an die Lippen, ohne daß er gewagt hätte, ihrins Gesicht zu schauen. Nach einer kurzen Pause sagte sie:

So, Du wolltest mich sehen, Walter? Das ist eineangstvolle Nacht für uns Alle!"

Für Alle," wiederholte Walter mit Nachdruck,und für mich nicht am wenigsten!"

Wir haben manchen traurigen Tag gehabt, seit wir