Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
41
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„Zst's dvch, als habe dieser seltsame Mensch EuchAlle wahrhaft bezaubert!" rief Walter bitter.

Ellinor antwortete nicht: bei ihr hatte der Zaubernie denselben Grad erreicht, wie bei ihren Angehörigen.-

„Ellinor!" sagte Walter, der einige Augenblicke mitdem hastigen Schritt eines mit sich selbst streitenden Men-schen auf- und abgegangen war und nun plötzlich stillstehen blieb , indem er die Hand auf den Arm der Cousinelegte: — „Ellinor! ich bin entschlossen. Ich muß, umder Ruhe meiner Seele willen, ich muß Madeline diesenAbend noch sprechen und ihre Verzeihung für all das ge-winnen, was die Vorsehung durch mich als willenlosenDiener über sie gebracht hat. Vielleicht daß mein künf-tiger Lebensfriede von dieser einzigen Unterredung ab-hängt. Was, wenn Aram vernrtheilt würde — und —kurz, es ist keine Frage — ich muß sie sehen."

„Ich fürchte, sie wird davon nichts hören wollen,"erwiederte Ellinor erschreckt. „Wirklich, Du kannst nicht:— Du kennst ihren Gemüthszustand nicht."

„Ellinor!" rief Walter störrisch, „ich bin entschlos-sen." Damit näherte er sich dem Haus.

„Nun denn," sagte Ellinor, deren Nerven durch dieVorgänge, durch den Kummer der letzten Monate sehr an-gegriffen waren, „Wenns seyn muß, so wart wenigstens,bis ich zuvor bei ihr gewesen, sie befragt oder vorbereitethabe."

„Wie Du willst, geliebtes, holdes Mühmchen; ichkenne Deine Klugheit und Deine Liebe. Za, geh hinein