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Borwürfe gemacht haben, daß ich die Gerechtigkeit gegeneine» des Mords bezüchtigten Menschen aufricf; dannhätte ich mir nicht den Tod wünschen dürfen, weil ichdurch diese Gerechtigkeit solchen Jammer und solches Grauenüber Diejenigen verbreitet habe, die ich am meisten liebe!"
„Wie! Walter, Du glaubst immer noch — Du bistimmer noch überzeugt, Eugen Aram sey der wirklicheVerbrecher?"
„Laß es den morgenden Tag an's Licht bringen,"erwiederte Walter. „Aber die arme, arme Madeline!Wie erträgt sie biese lange Ungewißheit? Du weißt, ichhabe sie seit vielen Monaten nicht gesehen."
„O Walter," rief Ellinor bitterlich weinend, „Duwürdest sie nicht mehr kennen, so schrecklich ist sie ver-ändert. Ich fürchte" — (hier erstickten die Seufzer ihreStimme, so daß sie kaum hörbar blieb) — „sie wird nurnoch wenige Woche» auf dieser Welt seyu!"
„Großer Gott! steht es so?" schrie Walter, in einemGrad erschüttert, daß der Baum, gegen welchen er sichlehnte, ihn kaum vor dem Niederstürzen sicherte, indemtausend Erinnerungen an seine erste Liebe auf sein Herz'einstürmten. „Und die Vorsehung wählte unter der gan-zen weiten Welt mich aus, um diesen Schlag zu führen!"
Trotz ihrem eigenen Kummer wurde Ellinor durchdie heftige Bewegung ihres Vetters tief ergriffen; unddie beiden jungen Menschen, Liebende, obwohl in diesemAugenblick Liebe diejenige Empfindung war, die sich inihrer Brust am wenigsten fühlbar machte, tauschten ihre