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die dort Nacht und Tag ertönt, dringt sie sanfter als dersanfteste Flötciiton durch. Und endlich sind wir auch ver-mählt, Ellinor. Wir wurden einander im Himmel ange-traut, und alle Engel kamen zum Hvchzeitfest. Ich binjetzt so glücklich, daß wir nicht früher heiratheten! Wasmeinst Du, Ellinvr? Ach, wir im Himmel weinen nie!Aber wir wollen Alle wieder dorthin — wir Alle, Handin Hand."
Dieses rührende Jrr-Reden erschreckte Vater undSchwester, als könnte es sich zu wirklichem Verlust desVerstandes firiren; aber vielleicht ohne Ursache. Niehielt es längre Zeit an, und nie kam es vor, als wennsie ungewöhnlich lang in sich versunken gewesen. Ihrselbst ersetzte es wahrscheinlich, was Andern der Schlafbringt — Abspannung und Erfrischung — Flucht aus demBcwußtseyn des Lebens. Und wirklich konnte »ran jeder-zeit wahrnehmen, daß sie nach solchen harmlosen Verir-rungen des Gemüthes in ihren Gedanken gesammelter,ausharrender und für den Augenblick sogar leiblich stärkerschien, als zuvor. Gleichwohl siechte und verkam ihr Kör-per augenscheinlich, und ihre Lebenskräfte sanken jede Wochefühlbarer zusammen.
So oft Aram sie sah, erschrack er über die Verände-rung. In der Todesqual des Grames küßte er ihr Wange,Lippen, Schläfen, und wunderte sich, daß nur ihm esversagt war, zu weinen. War sie indessen wieder fort under von Neuem allein, so konnte er sich des Gedankens nichtenthalten, daß der Tod wahrscheinlich das segenbringendsteBiüwcr's Romane. VI. Z