32
des lügnerischen Schlafs anhörcnf Nein, ich mnß alleinsehn! Die Sterne selbst dürfen nicht hören, was mir imWahnsinn der Träume abgezwnngen wird/'
Doch nicht umsonst, nicht den ihr ansgcschldffen,wirkte jener anschmiegige, tröstende Geist, von welchemich vorhin gesprochen habe. Wie Nram wieder den Haltseiner Selbstbeherrschung gewann, verbreitete sich auchüber Madclinens Gemnth.eine rnhige, friedliche Stille,Diese hnhe, den Sternen verwandte Natnr kennte die er-habenen Tröstungen fassen, .die uns ans dem tiefsten Ah-grnnd dieser Welt zur Betrachtung des Höchsten erheben,was schnsuchtvvlle Gesichte der Menschen einer andernWelt eingemalt haben. Stundenlang konnte sie stummund in sich versunken dasitzen, bis diese Betrachtungendie Färbung eines lieblichen Wahnsinns annahmen, --„Komm, liebe Madeline"' mochte etwa Ellinor sagen,„komm, Du hast Dich genug Deinen Gedanken hingege-ben: der arme Vater will Dich sehen,"
„Bst !" antwortete dann wohl Müdcline, „bst! ichging mir Eugen durch den Himmel, und ach! da drobensind grüne Wälder und murmelnde Bäche, wie hieraufder Erde, und man sieht die Sterne ganz nah, und ichkann Dir nicht sagen, wie glücklich ihr Lächeln Diejenigenmacht, die sie anschanen, lind Eugen fährt dort nie zu-sammen, und faltet die Stirne nicht, und tritt nicht ans dieSeite, und sicht mich mit keinem fremden, eisigen Blickan/sondern sein Gesicht ist so ruhig und strahlend wie einEngelsgesicht; — und seine Stimme — durch all die Musik,