S4
Hoffnung, selbst das Gespenst einer ruhelosen, qualvollenErinnerung — Alles war versunken und sein Geist draußen,und sein Schritt wieder auf den Gipfeln der Berge.
Bei unserer Würdigung der Leiden des Lebens ziehenwir die wundervolle Geschmeidigkeit unserer sittlichen Na-tur, die unvorhergesehene, überraschende Leichtigkeit, wo-mit das Menschengemüth sich jedem Wechsel der Umständebequemt und sich aus den härtesten und scheinbar uner-träglichsten Bedingungen des Schicksals einen Gegenstandder Beschäftigung, ja selbst eine Freude erschafft, nie ingehörige Erwägung. Jener Mann, der eine Spinne inseinem Kerker beobachtete, mag seine Beobachtungen mitso viel Antheil vorgenommen haben, als wär er in denheißesten, hochstiegendsten Bestrebungen seines früherenLebens begriffen. Er ist ein Vorbild seiner Brüder; wirAlle würden unter gleichen Umständen irgend eine ähnlicheBeschäftigung anfgefunden haben. Irgend ein Menschüberschaue sein vergangenes Leben; er rufe sich nicht Au-genblicke, nicht Stunden der Qual zurück, denn fürdiese gibt die Gewöhnung ihren segenvollen Zauber nichther; aber er hebe einen länger» Abschnitt körperlicheroder geistiger Leiden heraus: sieht er nur schnell auf dieseZeit zurück, so mag sie zuerst, ich geb es zu, durchaus" unglücklich erscheinen — eine Reihe von Tagen, die allemit dem schwarzen Stein bezeichnet sind, — Gewölk ohneeinen Stern; — aber blickt er genauer hin, so war esnicht so während der Dauer seiner Schmerzen. TausendKleinigkeiten, die ihm tm Gewühl des Lebens unbeachtet