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cher so tief bekümmerten, überwältigt, und schien sichnunmehr für jene furchtbare Abwägung von Leben undTod, die er in Kurzem zu bestehen hatte, vorzubereitenund emporzuheben. Aber er, der stille Priester der Natur,der —
jedes kleine KrautAuf kahlem Berg, in, dicht verschlungncn WaldBein, Namen nannte; '1
er konnte selbst durch die Gitter und Riegel eines Ge-fängnisses die sanfte Sommerlust, „diesen Zauberguß desmilden, blauen Himmels/'nicht fühlen; er kvnnte das Laubnicht knospen und zum dunklern Grün Heranreisen sehen;konnte nicht den Sang der vielstimmigen Vögel hören;nicht auf den Tanz des Regens lauschen, der in seinemAusfall der Schönheit ruft; konnte nicht bei Nacht durchsein hohes, enges Fenster die Sterne oben und den freund-lichen Mond sehen, der sein Licht gleich der VerzeihungGottes selbst in das Kerkerdunkel und die Stätten derTrostlosigkeit sendet, wo Sterblichkeit mit Verzweiflungkämpft; nicht konnte er diese mildern Ausströmungen derNatur, so verkümmert sie auch zu ihm gelangten, ausha-schen, ohne nach seiner alten, vollen Gemeinschaft mitihrem heiligen Dienst und ihrer Gegenwart mit krankemHerzen zu schmachten. Bisweilen war Alles um ihn hervergessen: die rauhe Zelle, die freudlose Einsamkeit, dasbevorstehende Gericht, die ahnende Furcht, die verdunkelte
H Reue, von S. T. Coleridge.