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Lester wurde unwillkürlich von dem Ernst ergriffen,womit sein Neffe gesprochen; aber mit den Worten schwandauch ihr Eindruck dahin. So stark und tief war der Zau-ber, den Eugen Aram über die Herzen ausübte, die nurein einzigesmal in den näheren Kreis seiner Anziehunggekommen waren, daß, wäre die Anklage auf Mord gegenLester selbst erhoben worden, Dieser ste mit keiner inni-geren Ucberzeugung von der Schuldlosigkeit des Ange-klagten hätte zurückweisen können. Immerhin trug indeßdie tiefe Wahrhaftigkeit,-die sich in Walters Benehmenaussprach, dazu bei, des Oheims Unwillen gegen ihn eini-germaßen zu besänftigen.
„Nein, nein, Knabe!" antwortete er, die Handwcgziehend, „Rowland Lester ist nicht der Mann, dereinen Freund in den Tagen der Finsterniß und in derStunde der Gefahr verläßt! Schweig, sag' ich! — MeinBruder, sagst Du, mein armer Bruder sey ermordetworden. Ich werde sorgen, daß ihm Vergeltung wider-fahre; aber Aram — pfui, pfui! das ist ein Name, derdie lauteste Anklage Lügen strafen würde. Geh, Walter,geh, ich tadle Dich nicht! — Du kannst recht handeln;— ein ermordeter Vater ist ein furchtbares, grimmerfül-lendes Andenken für einen Sohn! Was Wunder, daß die-ser Gedanke Dein Urtheil verzerrt? Aber geh! Eugenwar für mich Beides, eine Führung und ein Segen; einVater an Weisheit, ein Sohn an Liebe. Ich kann ausdas Gesicht seines Anklägers nicht ohne innere Qual blicken.Geh! Wir werden uns Wiedersehen. Geh!"