Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
149
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Zukunft, r die Zukunft und in der Zukunft lebenwir. Selbst unsere Leidenschaften in ihrer höchstenAufregung, greifen am meisten in die Zukunft hinaus.Rachsucht, Habsucht, Ehrgeiz, Liebe, das Verlangennach Gutem nnd Schlimmem sind sämmtlich aufein entferntes Ziel gerichtet und gestellt; rückwärtsblicken ist wie rückwärts gehen unsrer ganzenEinrichtung zuwider; die Seele nimmt diese Ge-wohnheit nur schwer an, und hat sie fle auch an-genommen, so kehrt fle doch leicht wieder zu ihrernatürlichen Neigung zurück. Deßwegen ist Verges-senheit ein leichter zu erringendes Gut als wiruns vorstellen. Die Vergangenheit verschwindetvor uns, je eifriger unser Gemüth auf die Zu-kunft sich richtet."

Ich hielt einen Augenblick ein, aber Glanvilleantwortete mir nicht nnd, aufgemuntert durch ei-nen Blick von Ellen, fuhr ich fort. 'Sie erin-nern sich, daß einem alten Glauben znfolgeuns die Hoffnung eben so als ein Segen, wie dasGedächtniß als ein Fluch gegeben ist. ArbeitenSie mit der einen dem andern entgegen. Inmeinem eigenen Leben habe ich manche Schwach-heit, manchen Fehler begangen; ich habe die Er-innerung daran verscheucht, obgleich ich mir denwarnenden Eindruck für die Zukunft bewahrte.Wie der Körper unwillkührlich meidet, was ihmverderblich ist, ohne den Gedanken bis zur erstenErfahrung hinauf zu verfolgen, so meidet die Seele